Das Finanzamt schlug zu: Kraan-Tour im Herbst

Kraan-Manager Walter Holzbaur war der einzige, den die Nachricht vom Kraan-Split nicht aus der Ruhe bringen konnte. Schließlich sprach die Gruppe seit geraumer Zeit pro Jahr mindestens einmal ernsthaft davon, und immer wieder machten sie gemeinsam weiter. Doch diesmal schien es ernst zu werden. Wie berichtet, wollte eventuell nur Bassist Helmut Hattler mit neuen Leuten als Kraan weitermachen. Doch nun ist wieder alles beim alten. Voraussichtlich Ende Oktober gehen alle gemeinsam auf Tournee.

Ein saftiger Steuerbescheid schickte alle Pläne zum Teufel. Kraan ist wieder Kraan, ob die Musiker wollen oder nicht. Weiter geht’s, der Kohle willen. Die Kraan-Anhängerschaft wird sich freuen. Fraglich ist nur, ob Ingo Bischof, Jan Fride und Peter Wolbrandt auf dieser frustrierenden Basis im Moment großen Elan entwickeln. Helmut Hattler trägt’s mit Fassung; er hätte ja sowieso weitergemacht. Wenn die Jungs allerdings nur aufhören wollten, weil sie nicht mehr wußten, wofür sie spielten, dann ist jetzt ja alles klar: Für’s Finanzamt können sie nun gute Musik machen.

Demnächst erscheint auch Helmut Hattlers erste Solo-LP: „Bassball“. Mitgeholfen haben die Kraan-Kollegen Ingo Bischof (keyb), Peter Wolbrandt (git) und Jan Fride (dr). (Schau an, schau an). Auch Joey Albrecht tauchte zwischendurch mal in Conny Plancks Studio auf und spielte Gitarre auf dem Titelsong. Die anderen Gäste: Curt Cress (dr), Gerd Dudek (tenorsax), Nops Noppeney (Geige), Roland Schaeffer (altsax), Eimer Louis (Kongas) und Andy Göldner, der Helmut einige Gesangspartien „abnahm“.

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