Kissing To Be Clever

Stranger than Paradise heißt der spröde Schwarzweißfilm, der sich im Verlauf der letzten Monate zum heimlichen Hit der Alternativ-Kinos mauserte. Schützenhilfe erhielt die amerikanische Low-Budget-Produktion u.a. von Regisseur Wim Wenders, der „Stranger Than Paradise “ kategorisch als „meinen Lieblingsfilm“ bezeichnete.

Hauptdarsteller John Lurie, ansonsten als Saxophonist und Sprachrohr der New Yorker Hard Bop-Jazzer Lounge Lizards bekannt, sieht sich durch den Film-Erfolg denn auch vor allem in seinen schauspielerischen Ambitionen bestätigt. Der 31jährige, der zuvor u. a. schon in Arnos Poes „Subway Riders“ agierte, will die musikalischen Aktivitäten vorläufig etwas in den Hintergrund treten lassen. Zwar gastierten die Lounge Lizards Ende ’84 mit neuer Formation vor einem begeisterten europäischen Publikum, doch eine neue Plattenproduktion ist vorerst nicht in Sicht. Immerhin wird nun auch in Deutschland ein Album veröffentlicht, das die Gruppe bereits 1982 mit dem Londoner Philharmonie Orchestra einspielte: FUSION, so der Titel, wurde von keinem geringeren als Miles Davis-Produzent Teo Macero betreut.

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