„Elvira“ & „Shaq“

Ihr tiefer Ausschnitt über dem prallen Busen, ihre hochgetürmte schwarze Perücke, ihr Dracula-Make Up – alles ironisch zu verstehen. Elvira ist eine lebende Parodie. Im amerikanischen Fernsehen moderierte sie „Movie Macabre“, eine Show mit Filmen, die eigentlich für Gänsehaut sorgen sollten, die aber unfreiwillig komisch geraten waren. Jetzt hat sie selbst einen gedreht.

„Elvira. Mistress Of The Dark“ ist nicht direkt ein Horrorfilm, man soll ihn vielmehr ironisch verstehen. Einer der Filme, die gar nicht so gemeint sind, bei denen man den Eindruck hat, die Schauspieler zwinkern permanent in Richtung Kamera.

Ganz anders „Shag“, eine Teenager-Geschichte aus dem Provinz-Amerika von 1963 – ehrlich und ernst gemeint. Doch mit „Shag“ choreographierte Kenny Ortega einen Tanz, den man heute nur noch lächerlich finden kann. Phoebe Cates und Bridget Fonda müssen Zeilen sprechen, die nicht nur für sie wie aus einer anderen Welt klingen mußten. Es scheint, als werde der ganze Film eingerahmt von zwei dicken Anführungszeichen.

„Elvira“ und „Shag“ sind zwei Beispiele des Phänomens, wie plötzlich alles irgendwie ironisch gemeint zu sein scheint. Und wenn Macher und Darsteller sich beim Drehen ins Fäustchen lachen konnten, dann kommt mehr oder weniger davon auch im Film rüber.

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