US3: Blue Note für den Dancefloor

Immer Ärger mit den Samples: Der Londoner Jazz-Enthusiast Geoff Wilkinson, im Hauptberuf DJ im Camdener Jazz Cafe, und sein Sound-Kollege Coldcut hatten gerade eine Kompilation veröffentlicht, auf der auch Grant Greens „Sookie Sookie“ als Sample benutzt wurde. Kurz drauf meldete sich Capitol Records, Urheberrechts-Inhaber für den Nachlaß des legendären Jazz-Labels „Blue Note“. Geoff und sein dritter US3-Partner, der Hammond-Organist Mel Simpson, erschraken: „Die verklagen uns bestimmt wegen dem Blue Note-Sample. “ Doch US3 hatten Glück: „£v war umgekehrt. Sie wollten uns unter Vertrag nehmen und erlaubten uns, den ganzen Blue Note-Katalog zu benutzen.“ Mit promptem Erfolg: Aus Herbie Hancocks „Cataloupe Island“ wurde das Millionending „Cantaloop“, US3 bekamen einen Vertrag über mehrere Alben und die Möglichkeit, richtig aufwendig mit Jazzmusikern (u.a. mit dem britischen Jazz Award-Gewinner Gerard Presencer und Posaunisten Dennis Rollins) und verschiedenen Rappern zu produzieren. Das erste Album. „Hand On The Torch“, zeigt, wieviel Potential in der noch jungen Fusion von Jazz und Rap steckt — US3 überrunden mit ihrem Debüt gar „Jazzmatazz“, ME/Sounds‘ Platte des Monats Juni.

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