Jon Spencer

Der Name ist irreführend: Die Jon Spencer Blues Explosion hat mit Blues ungefähr soviel am Hut, wie der Vatikan mit Geburtenkontrolle. Doch Bandboss Jon Spencer (29) fand den Namen einfach „schön reißerisch“. Spencer war es auch, der ab 1985 den New Yorker Industrial-Punks Pussy Galore das Blut durch die Saiten pumpte. Das läßt Großes erwarten. Immerhin hat das Trio schon namhafte Fürsprecher auf seiner Seite. Beastie-Boys-Drummer Mike Diamond und Aerosmith-Sänger Steven Tyler wählten JSBX zu einer ihrer zehn Lieblingsbands 1994. Nicht ohne Grund. Auf ihrem dritten Album, ‚Orange‘ zeigen sich Spencer (Gitarre, Gesang), Judah Bauer (Gitarre) und Russell Simins (Drums) mit ihrer musikalischen Mischung aus Hillbilly Hard Bop und Bubblegum Rock origineller als je zuvor: Sie heuerten Streicher an und ließen Wunderkind Beck via Telefon mitrappen.

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