Swell

Im Dunst von San Francisco ertönen die Gitarren von Swell.

„Am besten kommt unsere Musik beim Autofahren. Auch im Nebel zeigt sie spezielle Wirkung.“ Dunst jeglicher Art haben David Freel und sein Partner Monte Vallier in San Francisco natürlich mehr als genug. Derart umnebelt kann die beiden das Schließgeräusch einer Garage so beeindrucken, daß sie es gleich auf Platte bannen. Derlei Klingklang, in erster Linie aber Gitarrenrock, werden in den Computer geladen, dann arrangiert und mit analogen Soundeffekten so lange bearbeitet, bis sie Freel und Vallier gefallen. Mit dem schwerstens angesagten LoFi-Aufnahmeverfahren hat das wahrlich nicht mehr viel zu tun. Und auch sonst unterscheiden Swell sich von ihren Mitbewerbern. Während andere Bands aus dem Alternative-Spektrum panisch in Richtung Elektronik flüchten, halten Swell (neues Album: „For All The Beautiful People“) beharrlich an ihrem Stil fest: „Wir werden immer nur besser. Auf unserer letzten Tournee bekamen wir ständig zu hören, daß Gitarrenrock tot sei. Der Witz daran: Es war unterm Strich unsere erfolgreichste.“

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