Beastie Boys – Licensed To Ill

Irgendwie mag man es rückblickend gar nicht glauben, dass die Beastie Boys der späten Neunziger und die der mittleren Achtziger ein und dieselbe Band sind. Der klitzekleine Unterschied ist, dass die Herrschaften damals alles andere als einen künstlerischen Anspruch verfolgten. Ihr einziges Ziel war es, ihre pubertären Fantasien entsprechend großspurig und breitbeinig umzusetzen. In Produzent Rick Rubin hatten sie dafür genau den richtigen partner in crime gefunden, der seine große Liebe zu simplen Beats und noch simpleren Riffs hier voll und ganz ausleben konnte. Auch wenn es nicht ausschließlich um „freebasin“ und „skirtchasin'“ geht, so ist „Licensed To Ill“ doch vor allem eins: eine einzige dicke Proll-Party mit dem Besten aus Rap. Rock und Punk. Und so was kann man in diesen latent langweiligen Zeiten verdammt gut gebrauchen.

Produzenten: Rick Rubin, Beastie Boys

Beste Tracks: „(You Gotta) Fight For Your Right To Party“, „Rhymin‘ And Stealin'“

Ist ja hochinteressant … Der englische Abgeordnete Peter Bruinvels warf den Beasties 1987 vor: „They attack common decency, they are violent, they undermine family values and they encourage anti-social activities like glue sniffing.“ Er wurde wenig später abgewählt.

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