Blumfeld – L’Etat Et Moi

20.

Innenpolitische Nabelschau, Teil zwei. Einen Quantensprung später, zu neuen Enden gedacht, auch weil „Ich-Maschine“ von Leidensgenossen gerne eindimensional, also missverstanden wurde: „L’Etat Et Moi“. Nachdem das energische Debüt des HamburgerTrios (Über-)Ambition und Anspruch nicht immer auszubalancieren wusste, besticht der Blumfeld-Zweitling durch eine fast beängstigende Souveränität, variantenreicheren, gar leichten Pop und der Gewissheit, dass an Jochen Distelmeyer auch noch ein begnadeter Sänger verloren gegangen ist. „L’Etat Et Moi“ hat, trotz Formulierungs-, Selbstreflexionswut und anstrengender Kopflastigkeit das Zeug zum Aufheller. Freilich dieses eigene Gefühl bleibt: Man fühlt sich verstanden, ohne Distelmeyer immer zu verstehen.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.