Kommentar

„Cuckoo“: Ein bisschen Brüder Grimm, ein bisschen Lynch & ganz viel Buñuel

Horror aus Deutschland, wie man ihn definitiv nicht aus Deutschland erwarten würde. Lest hier unsere „Cuckoo“-Review.

Es entbehrt nicht einer gewissen Kuriosität, unmittelbar im Veröffentlichungszeitraum von „Longlegs“ diesen Film vorstellen zu dürfen. Wie bei „Longlegs“ ist auch hier das erste Wort des ominösen Bösewichts ausgerechnet der Titel dieses Films, also „Cuckoo“. Und auch sonst lässt sich eine Verwandtschaft ausmachen, weil auch die zweite Regiearbeit des deutschen Filmemachers Tilman Singer es sich zum Ziel gesetzt hat, eine in sich geschlossene Welt zu präsentieren, in der alles welk ist, als hätte man ein Totentuch über sie gelegt.

Atmosphäre ist alles

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Atmosphäre ist alles in dieser Geschichte einer 17-jährigen Amerikanerin, die aus ihrer Welt gerissen wird und mit ihrem Vater und dessen neuer Frau und stummer Tochter in die bayerischen Alpen zieht, ins Resort eines offenkundig verrückten Gönners, den man nur den Namen des Mädchens sagen hören muss, „Gretchennnn“, um eine Woche nicht mehr ruhig schlafen zu können. Dan Stevens spielt ihn, und er spielt ihn so irre, dass man jeden Moment damit rechnet, er könne eine Flöte herausholen wie der durchgeknallte Hotelier in „Little Britain“. Was er später in der Handlung tatsächlich macht, während Hunter Schafer aus „Euphoria“ als Final Girl Gretchen mit zunehmender Dauer des Films zunehmend lädiert spielen muss, voller Bandagen und Blessuren.

Sie ist die Zielscheibe eines dämonischen Plans, der ein bisschen Brüder Grimm, ein bisschen Lynch und ganz viel Buñuel ist.

Unsere Wertung: Vier Sterne

Lest hier unser Interview mit Hauptdarstellerin Hunter Schafer.

„Cuckoo“ startet am 29. August in den deutschen Kinos.

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