Die allerletzte Versuchung

Schlimmer als Michelle Pfeiffer kann ich auch nicht sein, muß sich Kim Basinger wohl gedacht haben. Die bleiche Schauspielerin mit dem Sex-Appeal einer walisischen Kirchenrätin kräht in ihrem neuen Film „Die blonde Versuchung“ ebenso mit eigener Stimmband-Stärke ins Mikro wie einst Kollegin Pfeiffer in „Die Fabelhaften Baker Boys“. Ergebnis: ähnlich kläglich. Obwohl „Manhattan Transfer“-Sänger Tim Hauser die Songs produzierte und Gesangslehrer Seth Riggs die blonde Heimsuchung auf Barsängerin der 40er-Jahre trimmte, klingt das Ergebnis kaum besser als eine Mixtur aus Catharina Valente & Peter Herbolzheimers Bläserbuben. Zur Stunde ist Kim Basinger’s musikalische Entgleisung nur auf dem Soundtrack von „Die blonde Versuchung“ käuflich zu erwerben. Ein Solo-Werk ist für den Herbst allerdings schon angedroht. Vorab-Geblubber der selbsternannten Sängerin:

„Ich bin besser als Madonna. Und ich werde populärer.“

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