Fahri Yardim zu Ulmen: KI-Verdacht, Schock und „Ich hab mein Herz verloren“
Hat Fahri Yardim ChatGPT genutzt? Sein Statement zu Christian Ulmen und Collien Fernandes sorgt für Verwirrung – und ein Zitat lässt viele ratlos zurück.
Seit Collien Fernandes ihrem Ex-Mann Christian Ulmen am Donnerstag, dem 19. März, digitale Gewalt vorgeworfen hat, warteten viele Menschen auf ein Statement von Fahri Yardim. Dieser ist bekanntermaßen Co-Star von Ulmen in der Serie „Jerks“ gewesen und darüber hinaus ein enger Freund des Schauspielers und Regisseurs.
Langersehntes Statement
Sonntagabend meldete sich Yardim per Instagram – und ist sich seiner Verspätung durchaus bewusst. „So. Verspätet. Unvollständig“, beginnt er seine Stellungnahme. „Ich bin genauso geschockt wie viele andere“, schrieb er, und weiter: „Ich bewundere Colliens Mut. Ich bin dankbar für den Zuspruch, den sie erhält. Ich fühle mit ihr.“
In seinem Statement betonte Yardim, dass es für ihn eine grundlegend normative Haltung sei, den Opfern zu glauben – und macht zugleich deutlich, wie groß der Schock für ihn persönlich gerade sei. Er sei sich bewusst, dass sein Zögern auch als Positionierung gelesen werden könne. „Ich will diese Ambiguität nicht romantisieren“, schrieb er.
Schwer verständliche Absätze aneinandergesetzt – so las sich das Statement. Viele Leute auf Social Media vermuteten deshalb, der Schauspieler habe für seine Aussage ChatGPT genutzt. Aufgrund seiner Komplexität wirkte der Text auf viele kryptisch und wenig persönlich.
Am Ende seiner Stellungnahme verkündete er: „Das ist keine abschließende Antwort.“ Auf die anschließende Kritik reagierte Yardim mit den Worten: „Es stimmt, der Text ist verkopft. Auch Ausdruck meiner Überforderung. Und eines Anteils von mir, der gerade verzweifelt den Krisenmodus übernimmt.“ Außerdem fügte er hinzu: „Ich meld mich wieder, wenn ich mein Herz wiedergefunden hab.“
Yardim und Ulmen spielten von 2017 bis 2023 gemeinsam in der Comedy-Serie „jerks.“ zwei Freunde. Die Serie stellte fiktionalisierte Versionen der beiden dar, die auch im echten Leben als beste Freunde auftraten.
Benjamin von Stuckrad-Barre bezieht klar Stellung
Autor Benjamin von Stuckrad-Barre, ebenfalls ein Freund von Christian Ulmen, hatte sein Statement bereits früher und deutlicher als Yardim formuliert. Er stellte sich klar auf Collien Fernandes‘ Seite und schrieb: „Digitale sexualisierte Gewalt ist Gewalt. Und bei Gewalt endet alles, wirklich alles … Collien ist ohne Wenn und Aber Opfer entsetzlicher digitaler Gewalt geworden, und das offenbar auch durch Christian. Mein Mitgefühl, meine Solidarität gehört alleinig ihr.“ Darüber hinaus forderte er alle Männer auf, aufmerksamer gegenüber Gewalt und gewaltvollem Verhalten vorzugehen und keinen Täterschutz zu betreiben: „Ich muss mich hier ganz klar von meinem Freund Christian distanzieren, muss das deutlich benennen, weil Schweigen nicht ganz zu Unrecht aufgefasst werden könnte als Billigung.“
Die Rückmeldung zu seinem Statement fiel deutlich positiv auf.
Der Fall Ulmen und die Debatte über digitale Gewalt
Ulmen wird von seiner Ex-Ehefrau Collien Fernandes vorgeworfen, unter anderem in ihrem Namen jahrelang gefälschte Nacktfotos verschickt zu haben. Der Fall löste eine breite Debatte über sexualisierte digitale Gewalt und den Umgang damit in Deutschland aus. Am 22. März fand in Berlin eine Kundgebung gegen digitale Gewalt am Brandenburger Tor statt. Am 26. März wird eine weitere Demo in Hamburg veranstaltet.


