Gary Moore: Trommeln für Millionen

Zu früh gefreut: Die angekündigte Backstage-Story mit Moore fiel ins Wasser. Dem Klampfer ging die Muffe: Er warf zwei Tage vor Tourbeginn Drummer Cozy Powell raus.

Das ME/Sounds-Reporterteam fand im nordirischen Belfast einen stocksauren und nervösen Moore in der Garderobe. „Cozy Powell war schon immer mein Lieblings-Drummer, er trommelt auf meiner LP und auf der Tour. Der Typ ist ein Tier“, hatte Über-Gitarrist Moore noch eine Woche vor Beginn der Welt-Tournee am 5. März euphorisch getönt. Ein Tier ist er schon, der Powell, allerdings eher ein Dollar-Geier: Animiert von dem überragenden Erfolg des neuen Moore-Albums AFTER THE WAR setzte der Trommler nur zwei Tage vor dem ersten Gig die Gagen-Pistole an Moores Brust: Er forderte kurzerhand ein Vielfaches des vereinbarten Salärs.

Gary blieb, schon wegen des inneren Gleichgewichts der Band, nur eine Wahl: Er schmiß den bis dato hochverehrten Drummer raus, sagte die ersten Gigs ab und probte schnell das Set mit Ersatzmann Chris Slade (Ex-Manfred Mann) ein. Musikalisch keine Verlegenheitslösung, wie die ersten Konzerte zeigten.

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