Generation X – Generation X

Billy Broad alias Idol galt als Londons schönster Punk – ein Widerspruch in sich, den seine rotznane Radau-Band noch verschärfte, indem sie die „Poser“-Vorwürfe mit schniekem Edel-Punk-Gehabe konterte, John Lennon coverte und ihr Album wie eine Mischung Als Sex Pistols und Bay City Rollers klingen ließ. Unbestreitbar bleiben der Erotik-Faktor in Billys Stimme und die Qualität einiger Songs – namentlich „Ready Steady Go“, „Kiss Me Deadly“ und das zu allem Überfluss mit einem minutenlangen (allerdings mit Händen, Füßen und einer Überdosis Speed-Wut exerzierten) Exemplar der verpönten Gattung Gitarrensolo gekrönte „Youth Youth Youth“. Danach wollte der wasserstoffbleiche Billy ein bisschen zu schnell in die Fußstapfen des verstorbenen Elvis trampeln und verbrachte ein paar Jahre im Burcheinander, ehe er Mitte der Achtziger Rod Stewarts „Atlantic Crossing“-Trick wiederholte.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.