Kante

Zweilicht (20011 Kitty-Yo/Beggars/Zomba Kante kamen gerade recht. Als zweilicht Ende 2001 erschien, war der deutsche Indie-Pop zwar nicht unbedingt in der Krise, aber auch nicht mehr der allerheißeste Scheiß, den die Musikszene zu bieten hatte. Aber Vorsicht, hier hat’s Bläser! Streicher! The death of indie. Kammerorchester und Bläsersection verweben sich dezent in eine Musik, die natürlich einmal Indie gewesen ist, aber dessen Grenzen transzendiert, gerne mal folkig sein und an die Grenzen der Neo-Klassik vorstoßen darf, auch schon mal was von Knispelelektronik gehört hat und den vielleicht besten deutschsprachigen Popsong aller Zeiten liefert:“.Die Summe der einzelnen Teile“. Das zweite Kante-Album ist nicht Indie- nicht Post- nicht sonstirgendein Rock, sondern eine Musik, für die gerne noch eine Genrebezeichnung gefunden werden darf. Man muss nicht unbedingt das Gesamtwerk von Jim 0’Rourke, Archie Shepp, lannis Xenakis und John Fahey zuhause stehen haben, um Kante zu verstehen, aber es hilft dabei.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.