Kiss – Animalize Live Uncensored

Was wäre der heutige Glam- und Glitter-Rock ohne Pioniere wie Alice Cooper, vor allem aber Kiss, die seit 1973 ihr musikalisches Unwesen treiben? Ein laues Lüftchen – mehr nicht!

Die New Yorker, einst Heavy-Metal-Dilettanten, haben sich mit den Jahren zu einer schlagkräftigen Einheit gemausert, die – frei von Schminke und Schmonzes – noch jeder Arena Dampf unterm Hintern machen. So auch den vielen Tausenden in Detroit, anläßlich ihres Konzerts vom Dezember ’84.

Was dieses sympathische Großmaul von Paul Stanley neben seinen Tanz-Einlagen mit Gitarre so alles anstellt, ist einfach unbeschreiblich. Das muß man gesehen haben! – wie er zwischen den einzelnen Songs, sei’s „Heaven’s On Fire“ oder auch „Creatures Of The Night“ bis hin zu „Detroit City Rocks“, unvermittelt einhält, sich an die Massen wendet und sie mit Worten schier zur Ekstase treibt, während Kollege Simmons seinen langen Lappen genüßlich kreisen läßt.

Die Ex-Clowns des HM stellen optisch wie auch musikalisch eindrucksvoll unter Beweis, daß sie ihren jüngeren Kopisten noch immer um Meilen voraus sind.

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