Psycho-Doppel

Düstere Gedanken beherrschen seine Filme. Wenn sich David Cronenberg („Die Fliege“) einenge Zwillinge vornimmt, macht er keine Komödie wie kürzlich „Zweimal zwei“ (Bette Midier, Lily Tomlin) – bei Cronenberg steht der tragische Aspekt einer Zwillingsbeziehung im Vordergrund.

Jeremy Irons spielt die Zwillinge mit subtilen Unterschieden – zwei Gynäkologen, die beruflich und privat alles gemeinsam machen. Sie wohnen in einem Design-Appartement, das so steril wirkt wie die selbstentwickelten Operationsinstrumente, mit denen sie Unfruchtbarkeit behandeln. Den Verwechslungs-Trumpf spielen die Zwillinge am liebsten bei Frauen aus. Elliot, der Charmeur, reißt auf. Dann darf Beverly, der Schüchterne, ran.

Eine gemeinsame Patientin und Geliebte (Genevieve Bujold) löst eine existentielle Krise der „Unzertrennlichen“ aus. Der gelegentliche Griff zur Droge gerät außer Kontrolle. Beim Versuch, sich per Droge „gleichzuschalten“, kommen sich die Zwillinge wieder näher, verlieren sich aber in eine verhängnisvolle Alptraumwelt.

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