Racheengel

Warum eigentlich aus Chuck Norris jemals ein Star wurde, läßt selbst amerikanische Journalisten verzweifelt rätseln. Hierzulande ist es eigentlich noch unverständlicher. Doch daß Chuck Norris inzwischen zu den Kassenmagneten des amerikanischen Action-Kinos zählt, läßt ein Blick auf die Hitlisten der Fachblätter eindeutig erkennen. „Code of Silence“ (Das ungeschriebene Gesetz des Schweigens) rangiert in den US-Kino-Charts schon seit einigen Wochen wieder ganz oben.

In dem Film von Regisseur Andy Davis ist Chuck ein knallharter Großstadt-Polizist, hart aber stets korrekt. Als er also feststellen muß, daß sich andere Ordnungshüter nicht immer ebenso blitzsauber verhalten und selbst Morde von Kollegen decken, bricht der gute Chuck die Mauer des stillschweigenden Einverständnisses und räumt auf. Dabei kommt er einem Ring von Pornofilm-Produzenten auf die Spur, die nicht einmal davor zurückschrecken, Mädchen für ihre Schmuddelprodukte vor der Kamera sadistisch zu töten.

Da kennt Chuck – ähnlich wie sein filmischer Ahne Clint Eastwood – kein Halten mehr. Ein Eastwood ist er aber halt leider doch nicht. Dennoch: die Fortsetzung seines letzten Hits „Missing in Action“ ist bereits annonciert.

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