Schön vulgär

„We are walking in a pile of shit“ singt Elliphant in ihrem Song „Down On Life“. Dabei sehen die Bilder des Videoclips recht harmonisch aus: ein endloser Strand, Möwen, Wellen und drei Reiterinnen in der Abendsonne. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich die 24-jährige Schwedin Ellinor Olovsdotter. Sie sagt, ihr Sound habe sich entwickelt, als sie mit einem Dub-Soundsystem einen Sommer lang in London unterwegs war. Das Ergebnis: Elektro-Pop und Rap mit Dancehall-Einschlag. Der erinnert an Künstlerinnen wie Santigold und M.I.A., ist schön und vulgär gleichzeitig. „I’m like a finger up your arse now / Wanna give it to me?“, rappt sie etwa im aggressiven „Cian’t Hear It“. Mittlerweile ist sie beim Stockholmer Label Ten untergekommen, mit dem auch Niki and the Dove und Icona Pop arbeiten. Ende Januar erschien ihre erste, selbstbetitelte EP, ihr deutsches Live-Debüt gab sie bei der Berlin Fashion Week. Ihren Nebenjob in einem Café wird sie wohl bald an den Nagel hängen können.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.