Seit 30 Jahren bildet Burning Spear die Speerspitze des Roots-Reggae

„Der größte aktive Roots-Reggae-Künstler‘, sagt seine Plattenfirma ganz unbescheiden. Winston Rodney ist in der Tat nichts anderes als eine lebende Legende, ein Mensch, der seine ungemein einflußreiche Musik und Kultur seit beinahe 30 Jahren an vorderster Stelle vertritt. Begonnen hat das 1969 beim Studio One-Label, wo auch Bob Marley und Peter Tosh ihre ersten Gehversuche unternahmen. Parallel zu diesen Botschaftern des Reggae begann auch der brennende Speer seinen Höhenflug, der ihm diverse Carribbean Musik Awards, sechs Grammy-Nominierungen und den Nelson Mandela-Preis für inhaltsvolle Texte einbrachte. Auch kommerziell hatte Winston Rodney nie zu klagen. 1993 war er sogar als einziger Reggaemusiker in den amerikanischen Top 10 vertreten. Und wie auch andere Legenden, Lee Perry oder Augustus Pablo zum Beispiel, durch ihre Arbeit beweisen, ist Reggae keinesfalls Musik, in der Alter eine Rolle spielt – im Gegenteil. So steht vielen weiteren großartigen Alben von Burning Spear nichts im Wege. Denn wie der über fünfzigjährige Rodney auf „Clean It Up“ zeigt, ist er musikalisch und textlich so brillant wie eh und je.

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