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Von Adam Levine bis Woodkid: Die langweiligsten Mode-Kollektionen von Musikern

Manchmal wäre man gern jemand anders. Glücklicherweise ist das dank Fakeprofilen auf Facebook, Instagram oder sonstigen Online-Plattformen kein Problem mehr. Schwierig wird das nur, wenn man gern mal ein bisschen wie ein Star aussehen möchte. Zumindest von der Kleidung her. Und ich rede nicht davon, sich den lilafarbenen Jogginganzug aus Madonnas H&M-Kollektion anzuziehen und „Hung Up“ nachzuhampeln.

Um ein Stück Star zu tragen gibt es nur wenige Optionen sich in den Backstage-Bereich schlafen ist eine davon. Gott sei Dank gibt es aber noch die „Design“-Kooperationen etlicher Stars mit diversen Labels. Bloß: Das Wort „Design“ steht hier bewusst in Anführungszeichen, da man davon ausgehen kann, dass sich der “Design“-Prozess meist lediglich auf ein „Yes“ oder „No“ beschränkt. Für außenstehende Personen zu erkennen, welcher Star die Klamotten, die man trägt, „designt“ hat, ist schwierig – denn ein paar Kooperationen sehen einfach aus, als hätte der Star selbst bei H&M eingekauft und seinen Namen eingenäht.

Ein Beispiel? Adam Levine. Der jüngst zum Sexiest Man Alive 2013 gewählte Sänger von Maroon 5 hat eine eigene Kollektion für die amerikanische Kaufhauskette K-Mart „entworfen“. Auswählen kann der geschätzte Levine-Fan aus, haltet Euch bitte fest, grauen Strickjacken und khakifarbenen Chinos – und wer es total wild mag, kann sich ein graues Longsleeve-Baumwollshirt mit roten Ärmeln kaufen. Schaut man sich seine sonstigen Bühnenoutfits an, kommt einem der Gedanke, dass es sich hier eher um die Kollektion des privaten Adam Levine handelt, der zum Einkaufen auf die Straße geht.

Ähnlich langweilig: Woodkids Capsule-Kollektion für das Label Still Good. Für alle nicht modeaffinen Leser: „Capsule“ -Kollektion bedeutet meist nicht mehr als „wenige Teile, die begrenzt erhältlich sind“, klingt aber geiler. Woodkid, sonst ja eher für bombastische Auswüchse in Sound und Licht bekannt, präsentiert hier unter seinem Namen Shirts mit Marmorprint und kleinen gekreuzten Schlüsseln (ein für ihn typisches Symbol). Wahnsinn.

Aber natürlich gibt es auch die Kooperationen mit hohem Wiedererkennungswert der Stars. M.I.A. für das Haus Versace zum Beispiel. Für die Untermarke „Versus“ präsentierte die für ihren ohnehin kreischend bunten Stil bekannte Künstlerin eine kleine Kollektion für Jungs und Mädels. Darin sieht man zwar teilweise aus wie eine große Bildstörung, aber der Wiedererkennungswert von Marke und Künstlerin ist hier im Vergleich sehr hoch. Und für alle denen diese Shirts eine Spur zu teuer sind, gibt es noch die Kollektion von Nicki Minaj, ebenfalls für die amerikanische Kette K-Mart. Mit dem richtigen Arsch in der Hose kann man sich in diesen Klamotten auf jeden Fall jeglicher Street Credibility sicher sein.

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Jan Schmechtig bloggt unter Horstson.de über Männermode und Musik – und in loser Regelmäßigkeit und im Wechsel mit anderen Autoren auf musikexpress.de.


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