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Wir sind Helden: keine Werbung für „Bild“

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Am Morgen ging auf der Homepage von Wir sind Helden nichts mehr – der Server war überlastet. Grund für die vielen Besucher der Seite war eine dort veröffentlichte Antwort auf eine Anfrage der Werbeagentur Jung von Matt. Die Agentur fragte im Auftrag der „Bild“ bei Wir Sind Helden an, ob die Band Interesse hätte bei der „Bild“-Kampagne mitzumachen: bei TV- und Kinospots, Plakat- und Anzeigenmotiven.

Helden-Sängerin Judith Holofernes schrieb daraufhin einen offenen Brief, der auf ihrer Bandwebsite veröffentlicht wurde. „Ich glaub, es hackt“, schreibt Holofernes dort: „Die BILD -​Zeitung ist kein augenzwinkernd zu betrachtendes Trash-​Kulturgut und kein harmloses “Guilty Pleasure” für wohlfrisierte Aufstreber, keine witzige soziale Referenz und kein Lifestyle-​Zitat. Und schon gar nicht ist die Bild -​Zeitung das, als was ihr sie verkaufen wollt: Hassgeliebtes, aber weitestgehend harmloses Inventar eines eigentlich viel schlaueren Deutschlands. Die Bildzeitung ist ein gefährliches politisches Instrument — nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht. Mit einer Agenda.“

Horizont.net veröffentlichte unterdessen eine Stellungnahme der Werbeagentur:

„Bild und JvM haben „Wir sind Helden“ um ihre Meinung zu BILD gefragt und Judith Holofernes hat für „Wir sind Helden“ geantwortet und hat ihre Meinung veröffentlicht. Dass wir niemanden in seiner freien Meinungsäußerung einschränken wollen, haben wir in unserer Anfrage deutlich gemacht“.


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