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Zahlungsschwierigkeiten: Nürburgringkäufer offenbar nicht liquide, Agentur dementiert Probleme für „Grüne Hölle“

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Die Schlagzeilen rund um den Nürburgring reißen nicht ab. Nachdem der Verkauf nach der Zustimmung der EU-Kommission am 1. Oktober eigentlich in trockenen Tüchern sein sollte, könnten Liquiditätsprobleme des Käufers Robertino Wild nun doch noch für Schwierigkeiten sorgen. Dessen Firma Capricorn Holding GmbH musste ihre Anteile an der Capricorn Nürburgring Besitzgesellschaft mbH, an der auch das Motorsportunternehmen GetSpeed beteiligt ist, laut Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an einen Treuhänder übergeben.

Schaffen es die Käufer nicht, bis zum 31. Oktober die nächste fällige Rate in Höhe von 5 Millionen Euro aufzubringen, bleibt den Verwaltern nichts anderes übrig, als vom Kaufvertrag zurückzutreten. Der Ring wurde im März für 77 Millionen Euro an Capricorn verkauft. Sollte er nun erneut ausgeschrieben werden, müsste innerhalb von vier Monaten der Verkauf erfolgreich vollzogen werden.

Trotz der negativen Entwicklung versucht die für den Nürburgring zuständige Agentur dictum law communications laut Rolling Stone nun, die Gemüter zu besänftigen. „Änderungen der Gesellschafterstruktur haben keinen Einfluss auf operatives Geschäft beim Nürburgring“, heißt es in einer Pressemitteilung von Dienstag, 14. Oktober. „Der Wechsel am Nürburgring spielt sich auf der Gesellschafterebene und nicht auf der operativen Ebene ab“, sagt auch Carsten Schumacher, Geschäftsführer der Capricorn Nürburgring GmbH. „Alle Veranstaltungen sind gesichert.“

Das von der DEAG geplante Festival „Grüne Hölle“ soll am letzten Maiwochenende 2015 am Nürburgring stattfinden.


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