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„Nina Simone“-Biopic: Zoë Saldana ist angeblich nicht schwarz genug

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Seit der Nicht-Nominierung schwarzer Schauspieler in den wichtigsten Kategorien der vergangenen Oscarverleihung ist Hautfarbe wieder eines der wichtigsten Themen in der Filmbranche. Mit dem Trailer zum kommenden Biopic „Nina“ über die Jazz-Sängerin Nina Simone (1933-2003) bekommt die Debatte neues Futter. Hauptdarstellerin Zoë Saldana wird vorgeworfen, einfach nicht dunkelhäutig genug für die Rolle zu sein.

Das finden nicht nur aufgebrachte Leute in den sozialen Netzwerken, sondern auch Nina Simones Tochter. In einem Interview kritisierte auch sie die Wahl Saldanas für die Rolle: „Meine Mutter wurde in einer Zeit groß, in der ihr gesagt wurde, ihre Nase sei zu breit und ihre Haut zu dunkel“, sagte sie der New York Times. „Vom Äußeren her ist Saldana nicht die beste Wahl.“

Saldana, die in „Avatar“ durch Computereffekte blaue und in Marvels „Guardians of the Galaxy“ durch Make-Up grüne Haut hatte, musste auch beim Dreh zu „Nina“ lange in der Maske sitzen. Eine Prothese machte ihre Nase breiter, ihre Haut wurde dunkler geschminkt, damit sie der Sängerin möglichst ähnlich sieht. Den Produzenten und Saldana selbst werden nun „Blackfacing“ beziehungsweise „Whitewashing“ vorgeworfen.

Hymne der Bürgerrechtsbewegung

Als Saldana auf Twitter ein Zitat der Sängerin postete, reagierten Angehörige Simones mit harscher Kritik. „Nimm nie wieder Ninas Namen in den Mund. Für den Rest deines Lebens“, kommentierten sie öffentlichkeitswirksam. Simone war Zeit ihres Lebens immer wieder als Aktivistin für die Gleichberechtigung von Menschen jeglicher Hautfarbe aufgetreten. Ihr Protestsong „Mississippi Goddam“ wurde zu einer der wichtigsten Hymnen während der Bürgerrechtsbewegung in den USA in den 1960ern. Ihre Musik bezeichnete Simone nicht als Jazz, sondern als Black Classical Music.

„Nina“ startet im April in den amerikanischen Kinos, ein deutscher Termin steht noch nicht fest. Die Dokumentation „What Happened, Miss Simone?“ wurde zuletzt für den Oscar nominiert, musste sich aber „Amy“, der Doku über Amy Winehouse geschlagen geben.

 

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