Ton Steine Scherben – Keine Macht für Niemand

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Als das, was später „Terrorismus“ genannt wurde, noch als populäres und vernünftiges gesellschaftliches Projekt galt, war Rockmusik ein wesentlicher Teil davon. Die Krachkommune um Rio Reiser (damals noch Ralph Möbius), 1970 mit „Macht kaputt, was euch kaputtmacht“ und der brennenden „Love&Peace“-BühneinFehmarn bekanntgeworden, fasste auf ihrem zweiten Album zusammen, um was es ging, im Großen wie im Alltag: Zerschlagung des kapitalistischen Unterdrückungssystems, Anarchie, Solidarität, Nulltarif, Hausbesetzungen, Überzeugung, Freiheit, ungezügelte Lebensfreude und vor allem: Liebe. Dass „Wir müssen hier raus“, der „Rauch-Haus-Song“, „Allein machen sie dich ein“ … ach, die ganze Doppel-LP bei aller sympathischen musikalischen Unbedarftheit bis heute ein Wechselbad aus Gänsehaut, Wut und Kraft erzeugen, spricht für ihre naive Treffsicherheit und Aufrichtigkeit ebenso wie für die ewige Vergeblichkeit des Kampfs, der nie notwendiger war als heute, wo Ausbeutung und Entmündigung ein damals unvorstellbares Maß erreicht haben.

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