Das Gehirn

Liebes Gehirn,

kürzlich habe ich im Internetradio den famosen Song „I’ve Been To A Marvellous Party“ von The Divine Comedy gehört, kann ihn aber auf keinem regulären Studioalbum der Band finden.

Marietta Blonka, Zeilsheim (via E-Mail)

Liebe Marietta,

Neil Hannon, einziges festes Mitglied der „Göttlichen Komödie“, gilt als Kompositionsgenie seiner Generation. Dennoch stellte er sich seit Gründung von The Divine Comedy 1989 immer wieder gern mit eigenwilligen Coverversionen in den Dienst von Hommage-Projekten. Er coverte z.B. The Smiths‚ „There Is A Light That Never Goes Out“, Talk Talks „Life’s What You Make It“, U2s „October“ und Jacques Brels „Jacky“. Auch bei Künstlerkollegen wie Air („Somewhere Between Waking And Sleeping“), Robbie Williams („No Regrets“), Jane Birkin („Home“) und Yann Tiersen („Les Jours Tristes“) wirkte Hannon als Gast mit. Seine Version von „I’ve Been To A Marvellous Party“, einem Song des britischen Bühnenautors, Komponisten, Regisseurs und Schauspielers Sir Noël Coward (1899-1973), entstand auf Einladung von Neil Tennant für dessen 1998 initiiertes Tributwerk twENTIETH-CENTURY BLUES: THE SONGS OF NOëL COWARD. Neil Hannon zauberte aus Cowards Hymne von 1938 einen Stilhybriden: Vaudeville trifft Underworld. „I’ve Been To A Marvellous Party“ findet sich zudem auf der Kompilation A SECRET HISTORY… THE BEST OF THE DIVINE COMEDY (1999).

Das Gehirn weiß nicht alles, aber viel – Fragen bitte an redaktion@musikexpress.de, Kennwort „Gehirn“

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