Beastie Boys :: Check Your Head

In ihren Videos zerhackten sie Wohnzimmer, erschreckten Spießbürger und forderten zu genial-dilettantischem Punk-HipHop brüllend das Recht auf Partys ein. Echt beastie, wie diese boys 1986 drauf waren, und Millionen Teenager waren begeistert. Irgendwann war der Hype totgelaufen und nach einem mäßigen zweiten Album hatte man die Beastie Boys abgehakt. Doch dann begannen Adam Horovitz und Konsorten an ihren Instrumenten zu üben, zerrten eine Horde Gastmusiker ins Studio und spielten CHECK YOUR HEAD ein, eine weitaus komplexere Angelegenheit als ihre Frühwerke. Das Sammelsurium aus wuchtigem, coolem HipHop, rotzigem Punk, vor allem aber kunstvoll verschachtelten Funkrhythmen und zwingenden Grooves, ist in sich geschlossener als das gefeierte 94er-Album ILL COMMUNICATION, das hier praktisch vorweggenommen wurde.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.