Bloodhound Gang – One Fierce Beer Coaster
Daß die Jungs von der Bloodhound Gang nicht ganz dicht sind, bewies schon ihr ’95er Debütalbum USE YOUR FINGERS. Ober-Bluthund Jimmy Pop Ali und seine Kumpels verwursteten ohne Rücksicht auf Verluste durchgeknallte Samples, haarsträubende Riffs und fiese Drum-Sounds zu einer ebenso schrägen wie unterhaltsamen Melange. Auf ONE FIERCE BEER COASTER nun legt die grenzdebile Combo noch einen Zahn zu. Überflüssigen Kram wie Harmonielehre und Gespür für Rhythmus bzw. Tonlagen völlig außer acht lassend, verhackstückt das Quintett aus Los Angeles so ziemlich alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Wenn man Songtitel wie ‚Kiss Me Where It Smells Funny‘ oder ‚I Wish I Was Queer So I Could Get Chicks‘ liest, verwundert es denn auch nicht mehr, daß deren Urheber limmy Pop Ali als größte Einflüsse auf sein Schaffen neben Boss Hog noch „AI Pacino’s Nase, Kleenex, Stryper und rückwärts gespielte Judas Priest-Platten“ angibt. Sogar mit einen veritablen Hit können die Kameraden von der amerikanischen Westküste aufwarten. ‚Fire Water Burn‘ – mit dem bemerkenswerten Refrain „Burn motherfucker, burn“ – klettert derzeit langsam aber sicher die Ami-Charts rauf.
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