Die Toten Hosen :: Hals + Beinbruch – Live bei Rock am Ring 2008

Wer die Düsseldorfer und ihre Musik gut leiden kann, der wird mit dieser DVD rundum glücklich. 144 Minuten Gesamtspielzeit, wovon 122 für die 30 schweißtreibend performten, aus jeder erdenklichen Kameraposition erfassten Live-Songs draufgehen und 22 für ein kleines, nettes Making-Of, bei dem man die Band bei der Ablaufbesprechung, beim Schreiben der Setlist, beim Einschwören auf und beim Ausspannen nach ihrem Gig beobachten kann. Werden Hosen jedoch tendenziell eher oder sehr abgeneigt gegenüber steht, wird in seiner Haltung von Hals + Beinbruch … nur noch bestärkt. Man nehme nur mal Campinos Ansagen: „We Muschi hatte vielleicht absagen wollen, aber ich wollte lieber mit einem Bein spielen als gar nicht“, stilisiert er sich zum heldenhaften, stets kampfbereiten Punkrecken hoch. Zur Erinnerung.- Nach dem Ausscheiden seines FC Liverpool im CL-Halbfinale 2008 entlud Campino seine Wut in den dann doch recht wehrhaften Stahlbetonrahmen eines öffentlichen Mülleimers. Die Folge: ein Mittelfußbruch. Von daher: Chapeau! Richtige Männer können eben selbst noch mit einem Gipsfuß rocken, während Muschis aka Frauen, die unter Umständen melonengroße Dinge durch tennisballgroße Öffnungen pressen, schon beim kleinsten blauen Fleck am Bein selbiges auf dem heimischen Sofa lagern, genau. Oder meint Herr Frege mit „Muschi“ vielleicht einfach nur „Weichei“? Dann hätte er vielleicht auch diese letztere, deutlich weniger sexistische Vokabel in den Mund nehmen Sollen.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.