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PiL Official/Cargo

Auferstanden: nach 20 Jahren wieder ein Album von John Lydons Post-Punk-Pionieren

Zu alt für das alles fühlt er sich noch lange nicht. „We are the ageless, we are teenagers, we are the focused out of the hopeless“, bellt John Lydon. Gut zu hören. PiL wurden im vergangenen Jahrzehnt ja immer wieder zitiert. Die ersten drei Alben gehören zu den Lieblingswerken der Post-Punk-Eleven. Nach einer Reunion sah es lange nicht aus, weil heute kaum noch jemand das Wagnis eingeht, mit einer unzähmbaren Gestalt wie Lydon zusammenzuarbeiten. So hat er dieses Album selbst finanziert und veröffentlicht es auf dem eigenen Label. Nicht mit dabei sind andere Mitglieder der frühen Stunde. Jah Wobble und Keith Levene sind unlängst unter dem Namen Metal Box In Dub getrennt aufgetreten. Lydon spielt jetzt mit Leuten, die in der Spätphase von PiL hinzugestoßen waren. Lu Edmonds und Bruce Smith müssen nicht viel tun. Die Tracks müssen tanzbar sein, die Gitarre darf dazwischengehen und quengeln. Spektakuläres erwächst daraus nicht. Vieles zieht sich doch sehr hin. Von rücksichtslosen Attacken auf die Konventionen im Rock, früher die große Stärke von PiL, ist wenig zu hören, nur Lydon ist gut in Form. Ob PiL noch einmal zu Führungsfiguren werden, darf allerdings bezweifelt werden.

Key Tracks: „One Drop“, „Human“

ME-Helden S. 56

Quakers

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