Les Miserables :: Regisseur: Tom Hooper

Und wenn sie nicht gestorben sind, singen sie immer noch.

In „Les Miserables“, der Verfilmung des Erfolgsmusicals aus dem Jahr 1980, die Tom Hooper auf seinen Oscar-Erfolg „The King’s Speech“ folgen lässt, wird nicht nur gesungen. Es wird viel gesungen, es wird dauernd gesungen, es wird ohne Unterbrechung gesungen. Muss man wissen, bevor man sich in dieses Oratorium wagt, eine Ode an die Ausstattungsabteilung, in die man sich rollen kann wie in einen schweren Brokatteppich. Da immerhin das Proletariat gepriesen wird, kann man sich gewöhnen an das unablässige Schmettern und Tirilieren der nicht ganz überzeugenden Singstimmen der Stars Jackman, Crowe und Hathaway. Die unentwegten Großaufnahmen, mit denen Hooper bebildert, nerven indes, bis der Film in der letzten halben Stunde die Fesseln abwirft und das wird, was sein Versprechen ist: großes Kino.

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