Otay:Onii – „LOVE IS IN THE SHIT“: Furie mit Zirkusmusik

Ist das Goth-Pop, Vocal-Jazz oder Noise? Alles davon, na logo.

Lane Shi stand bereits für die Body­horror-Choreografin Florentina Holzinger, beim Berliner CTM Festival für abenteuerliche Musik und dem niederländischen Roadburn für avancierten Metal auf der Bühne. Ähnlich schwer einzuordnen und immer aber extrem klangen ihre bisherige Veröffentlichungen unter dem Namen Otay:Onii, auf denen die interdisziplinär arbeitende Künstlerin theatralischen Goth-Pop und schrägen Vocal-Jazz mit stotternder Clubmusik oder Noise vermengte – und diesen wilden Stilmix als Grundlage für ihre Performance als dramatische Opernsängerin oder fauchende Furie nahm.

Zola Jesus, Diamanda Galás, Yeule oder Xiu Xiu böten sich als Referenzen an, wäre das Endresultat nicht so eigen- und einzigartig. Das ist auch Love Is in the Shit, nicht allein wegen des GG-Allin-Gedenk-Titels und Cover-Motivs.

Im Laufe der sieben Stücke gesellen sich TripHop-Beats, Hyperpop-Elemente und Zirkusmusik zum grotesken Sound von Otay:Onii. So bombastisch das klingt, steckt es doch voller wundersamer, wundervoller, wunderschöner Momente.

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