Mike D in Berlin: Ex-Beastie-Boys-Mitglied tritt im Säälchen auf
Am 10. Juni wird Mike D in der Hauptstadt vorbeischauen. Hier alle Infos zur Show im Überblick.
Etwas für den Terminkalender: Mike D kommt im Juni 2026 für eine Show nach Berlin. Der frühere Beastie-Boys-Rapper tritt am 10. Juni im Säälchen auf.
Könnt ihr euch schon einmal vormerken: Der Vorverkauf startet am Freitag, den 15. Mai, um 11 Uhr exklusiv über Eventim. Die Tickets kosten dann 32 Euro zuzüglich Gebühren.
„Psych Jazz Funk“ live
Wer bei Mike D an klassische Beastie-Boys-Nummern denkt, dürfte von den neuen Songs zunächst überrascht sein. Das Material, das er zuletzt veröffentlicht hat, bewegt sich weit weg vom staubigen Retro-Rap. Stattdessen dominieren lockere Pianolinien, reduzierte Beats und ein Groove, der eher aus verrauchten Jazzclubs als aus Skatevideos zu stammen scheint.
Die Richtung beschreibt Mike D selbst als „Psych Jazz Funk“. Einen Eindruck davon liefert dazu die bereits erschienene Single „Switch Up“.
Auch live dürfte das Projekt offen angelegt sein. Mike D arbeitet seit Jahren gerne in wechselnden Konstellationen. Im Gespräch mit dem „Spiegel“ sagte er kürzlich bei der Vorstellung der Ausstellung „Mishpocha. The Art of Collaboration“ im Jüdischen Museum Frankfurt, Zusammenarbeit sei für ihn bis heute ein zentraler Antrieb.
Zusammenarbeit als Extra-Push
Dieser Gedanke zieht sich durch seine gesamte Karriere. Bei den Beastie Boys entstand vieles aus Situationen heraus, in denen Ideen spontan im Raum standen und sofort weitergedacht wurden. Michael Diamond, Adam Yauch und Adam Horovitz funktionierten selten nach festen Rollen. Einer brachte einen Beat mit, der nächste eine Zeile, der dritte zerstörte den ursprünglichen Plan wieder komplett.
Gerade deshalb blieben die Beastie Boys über Jahrzehnte schwer greifbar. HipHop, Hardcore, Funk, Punk und absurde Samples liefen gleichzeitig nebeneinander her. Alben wie „Paul’s Boutique“ oder auch „Check Your Head“ wirkten nicht geschniegelt. Vieles klang, als wäre es im entscheidenden Moment gerade noch eingefangen worden.
Mike D hatte darin oft die Rolle des verbindenden Elements. Seine Stimme brachte Ruhe in das Chaos der Tracks, ohne die Energie abzubremsen. Auch außerhalb der Gruppe blieb dieses Prinzip erhalten. Seine Soloarbeiten wirken selten wie klassische Einzelprojekte, eher wie Sessions, in denen ständig jemand Neues dazukommt und eine Idee weiterschiebt.
Wie sich das wohl live in der Hauptstadt im Juni übersetzen lässt?






