Hard-Fi – SWEATING SOMEONE ELSE’S FEVER: Strummer-Trip mit Restalkohol

Die Spaßgesellschaft schlägt zurück: Post-Brit-Pop für die Dosenbierparty in der Provinz.

Als im Jahr 2005 plötzlich alle britischen Bands für einen Moment cool und frisch wirkten, waren auch Hard-Fi zur Stelle. Ihr Album STARS OF CCTV hatte eine Menge Hits zu bieten, beim Indie-Dancefloor-Sommer 2005 waren Songs wie „Tied Up Too Tight“, „Hard To Beat“, „Living For The Weekend“ oder „Cash Machine“ immer mit dabei. Rückblickend wirkte das alles wie ein großer Spaß. Die beiden anschließenden Alben in den Jahren 2007 und 2011 passten dann schon nicht mehr in die Zeit.

Jetzt wagen Hard-Fi die Rückkehr. Bandchef Richard Archer hat zwischenzeitlich geheiratet, seine Frau ist Mittelamerikanerin, er reiste nach El Salvador, begab sich auf die Spuren von Joe Strummer oder des Weltenreisenden Manu Chao.

Alles gut, er sollte aber bitte nie mehr aus diesen Erfahrungen heraus einen so scheußlichen Touristensong wie „­Digo Nada“ schreiben. Deutet Archer die Latin-Inspiration nur an, klingt’s etwas besser. Bei „Looking For Fun“ finden Hard-Fi zu ihrer eigentlichen Bestimmung zurück: Post-Britpop für die Dosenbierparty auf einem Pier in der Provinz.

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