Baby Rose – YEARNALISM: Stimme auf Nina-Simone-Niveau
Klassischer Balladen-Soul, lässig gespielt, fantastisch gesungen.
Baby Rose hat zuletzt ein paar sehr kluge Entscheidungen getroffen. Sie sagte zu, als Neo-Soul-Star Leon Thomas sie fragte, ob sie auf seinem zweiten Album MUTT als Sängerin dabei sein will. Die Platte gewann dann einen Grammy fürs beste R’n’B-Album 2025. Bereits kurz zuvor erschien die EP SLOW BURN, die Baby Rose zusammen mit den Neo-Jazzern Badbadnotgood aufgenommen hatte – ein künstlerischer Triumph und ein weiterer Schritt, ihr Publikum zu erweitern.
Ihr drittes Soloalbum YEARNALISM kommt nun zur richtigen Zeit, und es wäre seltsam, wenn Baby Rose mit diesen neuen Songs nicht erneut einen Sprung machen würde. Die Sängerin – Anfang 30 – lässt eine handgemachte und lässige Soulmusik spielen, mit klarem Schwerpunkt auf Balladen, jedoch nicht auf Kosten des Grooves.
Der Star der Show ist ohne Zweifel Baby Rose mit ihrer Stimme: Die tiefen Vocals flimmern und flackern, erreichen bei „Dressed In Metal“ oder „Sunday“ die Intensität von Nina Simone, können bei der Disco-Melancholia von „Better“ oder „All My Love“ aber auch elegant klingen. Bei „Friends Again“ ist Leon Thomas dabei, die beiden singen, als wären sie ein Mega-Duo aus den Achtzigern. YEARNALISM macht Baby Rose zum Star, wetten?