Vier Fragen an Produzenten-Papst Trevor Horn

Was treibst du eigentlich gerade?

Ich habe die Filmmusik zum nächsten Jerry Brookheimer-Film fertiggestellt. Und ich habe auch einige Tracks auf dem neuen Album von Eros Ramazzotti produziert.

Hast du britische Popmusik langsam satt?

Ich beobachte sie. Britische Popmusik macht eine Schwächephase durch, sie war eigentlich nie schwächer als heute. Die Dominanz der britischen Popmusik rührt ja aus den Sixties und von den Beatles her. Dahin orientiert sich vieles zurück. Wir schauen zu sehr auf uns, nicht nach draußen.

Welche Bedeutung hat The Art Of Noise in deinem Gesamtschaffen?

Ich finde das Projekt durchaus wichtig, aber nicht überragend wichtig. Viele der Aufnahmen, an denen ich beteiligt war, waren schnell fertig. Verglichen mit dem zweiten Seal-Album, an dem ich zwei Jahre lang saß, war das gar nichts.

Ihr habt sehr früh begonnen, mit Samples zu arbeiten. Heute samplen andere Musiker euch. Segen oder Fluch?

Sampling ist ein Segen. Leute, die uns samplen, bezahlen uns quasi die Miete. Wir haben ja ein Zustimmungsrecht. Ich persönlich möchte niemandem Scherereien machen, der monatelang im Studio gesessen und in die Bearbeitung der Samples Mühen investiert hat. Außer, die Aufnahme ist unter aller Würde.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.