Made in Japan

Die Indie-Rocker Sonic Youth sind begeistert, Nirvanos Kurt Coboin schwärmt in allerhöchsten Tönen: ,lch sah ein Live-Auftritt von Shonen Knife und verwandelte mich sofort in ein neunjähriges Mädchen bei einem ßealles-Konzert. Ich sprang hysterisch auf meinem Stuhl herum, schrie wie verrückt und riß mir die Haare aus — in meinem ganzen Leben bin ich noch nicht so angetärnt worden.“ Wie klingt Musik, die selbst hartgesottene Grunge-Gitorreros außer Rand und Band geraten läßt? Wer subversive Ohrendröhnung vermutet, liegt schief: Mit ihrem jüngsten Longplayer .Let’s Knife“ verbreitet dos Damen-Trio aus Osaka kindisch unterhaltsame Pop-Punk-Hymnen auf die wunderbare Welt der Barbiepuppen, Eisdielen und der bemannten Raumfahrt. In den USA genießt der schräge Dreier längst Kultstatus, zudem lieferten Shonen Knife als Nirvanas Support-Act umjubelte Konzerte in England ab. Die Markenzeichen des Hype: kreischende Klamotten, schiefer Beat und ein Englisch, bei dem man nur Sushi versteht.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.