Baby Jail

Rock als Rebellion. Die Zürcher Baby Jail nehmen mit Vorliebe Kollegen, Politiker und Stars aufs Korn.

Rockmusik heißt bei Baby Jail immer noch Rebellion und nicht -— wie üblich -— künstlerisch-ästhetische Selbstverwirklichung. So ist es wohl zu verstehen, daß ihr neues Album „Benefiz“ an das vorletzte Album „Primitiv“ anknüpft und nicht an das satt produzierte letzte, dessen Titel „Trendy“ sich ungewollt als wahr erwies: Die Zürcher Indie-Band kletterte damit die Hitparade hoch. Entsprechend ist der Sound des neuen Albums wieder ruppig, rauh und rotzig. Ganz nach Art des musikalisch so aufmüpfigen Hauses. Geblieben sind allerdings die zynisch-witzigen Texte, die mit kindlich-naiver Unschuld wohltatige Rockmusiker und rechte Politiker in die Pfanne hauen, aber auch den Nonsense mit Themen wie Liz Taylor und Pubertät pflegen.

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