Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, unsere Juli-Ausgabe hat Aufsehen erregt. Eine nackte (okay: eine bemalte) Frau auf dem Cover des ME/Sounds hatte es noch nie gegeben. Sophie B. Hawkins, unsere Titelfrau, war zur Vorstellung des neuen Musikexpress im Münchner Hilton Hotel aus New York eingeflogen und war vom Cover begeistert. Für viele meiner Kollegen aus der Branche war der Titel jedoch ein Schock. Die Story zum Bild war nicht weniger kontrovers. Aber das ist der neue ME/Sounds: Musik hat sich verändert, und mit ihr die Zeitschrift, die in Deutschland musikalisch den Ton angibt.Auch mit diesem Heft sind wir wieder vorn: Neue Acts tauchen auf und bilden die Vorhut einer neuen Richtung, die an die besten, frühen Tage des Punks oder der Seattle Szene erinnert: Beck und Big Head Todd, die deutsche Band H-BlockX und Stiltskin. Daneben finden Musiker wie der 69jährige Bar-Jazzer Jimmy Scott endlich die lang verdiente Anerkennung. Und im August kommt die nostalgische Reinkarnation der Mutter aller Festivals – Woodstock 94.Soll mir noch einer sagen, in der Musikszene sei nichts mehr los. Man muß nur hinschauen. Und hinhören. Weil ich unsere Leser für die besten und kritischsten der Welt halte, wollte ich Ihnen das alles mal gesagt haben. Vielen Dank und viel Spaß!

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.