Britischer Dreier Mit Schräglage

Republica sehen sich als 'Antichristen der Technoszene'

„Deine Schuhe sind klasse!“ begrüßt mich eine aufgekratzte Saffron, hauptberuflich nicht etwa Modebera terin, sondern Sängerin des engli 1 sehen Trios Republica. Sie selbst sieht in ihren Creepers auch nicht eben schlecht aus. Das allein wird aber freilich nicht genügen, der Formation, die ihre musikalischen Ergüsse vielsagend als Techno-Pop-Punk-Rock bezeichnet, den Aufstieg in jrden Pop-Olymp zu sichern. Aber wollen Republica überhaupt dort hin? „Was die Zukunft bringt, interessiert uns nicht besonders“, zeigen sich Tim Dorney sowie Keyboarder, Bandgründer und Kreativzelle Andrew Todd gelassen. „Wir wollen vor allem Spaß. Nicht erst später, sondern jetzt!“ Könnt ihr haben. Die Tatsache, daß ‚Ready To Go‘ als erste Singleauskopplung des Debütalbums prompt vordere Chartpositionen in den USA, Australien und sogar in Mexiko erklomm, wird dem Unternehmen „Spaß ohne Grenzen“ wohl kaum schaden. Darüber hinaus kehrte man gerade von einer ausgedehnten US-Tournee als Support von Gravity Kills zurück. Zuvor hatten sich bereits Moby und M-People der erfrischenden Wirkung Republicas bedient. Kein schlechter Start, der jedoch weniger verwundert, wenn man weiß, daß Saffron und Co. nicht erst seit gestern Musik machen und Ihr Handwerk bei Leuten wie Jah Wobble und Adam Ant gelernt haben. Überraschender ist da schon die Selbsteinschätzung der drei: „Wir sehen uns als Antichristen der Techno-Szene!“ verkündet Saffron. Daß sich beinharte Gabber-Raver vom eher rock- und pop-verwandten Republica-Sound Angst einjagen lassen, mag zwar bezweifelt werden. Allzu christlich dürfte es aber trotzdem nicht zugehen, wenn Saffron und ihre Mannen ihre energiegeladen Klängen im Frühjahr nach Deutschland bringen.

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