Knowtoryus verbinden Rap mit Groovesder Gegenwart

Knowtoryus war eine der ersten Album-Produktionen auf Compost Records. Wenn man heute, drei Jahre nach seinem Entstehen, das von Michael Reinboth und Jan Krause produzierte Material hört, fällt sofort die zeitlose Qualität der einzelnen Tracks auf. Auch die Raps von Free Justice aus Parmount, Kalifornien (der vor seiner Zeit bei Knowtoryus mit Bands wie den Ghetto Style Poets und mit King Size Terror arbeitete), von Cee Justice und DJ NowB haben bis heute nichts von ihrer Durchschlagskraft verloren. Tracks wie „Bomberclad Joint“, auf der CD von ME im Kruder und Dorfmeister-Gewand vertreten, überzeugen auch heute noch durch packende Grooves und passend plazierte Beats. Knowtoryus selbst bezeichnen ihren Stil als „HipHop mit Ragga-Geschmack, gewürzt mit abstrakten Elementen“ und verweisen auf ihre politische Mission: „Weiße müssen einsehen, daß sie für Wunden verantwortlich zeichnen, die noch lange nicht verheilt sind. Solche Dinge kann man nicht schon deshalb verstehen, weil man Rap hört. Aber es ist zumindest ein Anfang“. Wohl auch deshalb schlagen Knowtoryus auf ihrem Debüt die Brücke zwischen der europäischen und der amerikanischen Rap-Community, zwischen vollfetten Grooves und sozialem Gewissen. Auf markige Sprüche in ihren Texten können sie da leicht verzichten.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.