21.85555 Spliff

Als Spliff 1982 ihren einzig wirklichen Topseller „85555“ auf den Markt brachten, erinnerte nichts mehr an die Politrock-Tage ihrer Mitglieder zu Zeiten von Lokomotive Kreuzberg, und auch nichts mehr an Nina Hagen, deren Begleitband Spliff zu Beginn ihrer Karriere waren. Das Debütalbum des Berliner Quartetts, die „Spliff Radio Show“ war noch in englischer Sprache verfasst, das Folgewerk, ganz dem NDW-Zeitgeist entsprechend, einheimisch getextet. Verpackt wie eine Tafel Schokolade, illustriert von Jim Rakete und betitelt nach der Katalognummer lernten wir kulinarisch Unbedarften erstmals, was „Carbonara“ ist. Eine Spaghetti-Soße – alles klar. Synthiesounds der Neo-Moderne, krautige Gitarrenriffs, bizarre Texte:,, 85555″ erwies sich als eigenständiges Poprock-Album, das sich 56 Wochen in den Charts hielt.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.