Ladytron – Playgirl

Zwischen Belle & Sebastian und Kraftwerk: ein stylebesessenes Quartett aus Liverpool.

„Nebel über dem Kanal – Europa ist isoliert!“ schrieb ein britisches Boulevard-Blatt neulich mit der so inseltypischen Scheuklappen-Mentalität, die nicht selten auch Musikern die Globalisierungsbestrebungen erschwert. Ladytron haben dennoch gute Chancen, das europäische Festland, die USA und Japan zu erreichen, denn der geistige Horizont der vier Mitglieder ist weit. Nach Weltreisen und DJ-Gigs in Japan trafen die Keyboarder und Drum-Maschinisten Reuben Wu und Daniel Hunt in einem bulgarischen Zug die Mikrobiologin und Sängerin Mira Aroyo. Zusammen mit Helena Marnie entstand für 150 DM die erste Single, die gute Kritiken erhielt und den Weg für weitere Maxis und die Debüt-LP „604“ ebnete. Mit der Formel, gelangweilte Belle & Sebastian-Vocals aus dem Klimperkontext zu heben, um die Melancholie mit Kraftwerk-haften Monoton-Beats zu unterstreichen, könnten Ladytron auch der deutschen Szene neue Impulse geben.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.