Frisch aus Los Angeles

Seit 1964 dominieren englische Bands das weltweite Pop-Geschehen, die „Britische Invasion“ mit den Beatles an der Spitze hat auch die USA gründlich überrollt. Doch 1967 ist das Jahr, in dem Amerika auf breiter Front zurückschlägt. Vor allem die kalifornischen Metropolen San Francisco und Los Angeles sind auf dem besten Wege, der Pop-Kapitale London ernsthaft Konkurrenz zu machen. Zwei Bands aus Los Angeles veröffentlichen im Januar 1967 ihre ersten Alben: Buffalo Springfields selbst betiteltes Debüt enthält fünf Kompositionen von Neil Young und sieben von Stephen Stills. Der Single-Hit „For What It’s Worth“ ist auf der Originalversion allerdings nicht enthalten und schafft es erst auf die Nachpressung. Erstmals im LP-Regal zu finden sind im Januar 1967 auch die Doors, deren ebenfalls selbst betitelter Einstand jedoch ungleich erfolgreicher ist als das Debüt Buffalo Springfields: Insgesamt 121 Wochen lang in den US-Charts vertreten, erreicht „The Doors“ kurzzeitig sogar Platz eins der Bestenliste. Und auch die Single-Auskopplung „Light My Fire“ kann sich in den USA bis zur Poleposition vorarbeiten. Bis die Doors den Weg in die deutschen Hitlisten schaffen, vergehen allerdings weitere 21 Monate: Erst ihr drittes Album „Waiting For The Sun“ wird in der bundesdeutschen Pop-Provinz notiert und erreicht im Oktober 1968 Platz 20, die dazugehörige Single „Hello, I Love You“ bleibt sogar auf Rang 33 hängen.

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