New Model Army: Mit einer Doppel-CD voller Raritäten überbrückt Justin Sullivan die Wartezeit bis zu seinem Soloalbum.

Immer anders als die Anderen. Seit ihrer Bandgründung vor zwanzig Jahren erklären New Model Army Rebellentum zum Prinzip. Und die Folk-Hard-Rocker um Mastermind Justin „Slade The Leveller“ (so sein „Kampf-Name) Sullivan bleiben diesem Prinzip treu. Auch bei der Verteilung ihrer Songs auf Platte.“Es gibt ein altes, bislang gut gehütetes New Model Army-Geheimnis“, erklärt Sullivan: „Unsere besseren Songs befinden sich immer auf der B-Seite.“ Ein gurrendes Gaunerlachen klettert seine Kehle hoch. Die Outlaw-Institution beliebt zu scherzen – aber mit ernstem Hintergrund: Die Doppel-CD „Lost Songs. B-Sides & Abonded Tracks II“ enthält keine Stücke, über die man das Verdikt „Ausschussware“ verhängen sollte. CD 1 versammelt B-Seiten und diverse Bonustracks, CD 2 einen Packen Stücke, die nie richtig fertig gestellt wurden und höchstens auf diversen Bootlegs zirkulierten. Justin Sullivan hat nämlich ein Problem, das ihm beim Plattenmachen im Wege steht: „Ich liebe es, Songs zu schreiben. Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen. Aber ich hasse es, im Studio zu arbeiten. Das ist mir zu steril. Furchtbar. Frustrierend.“ Das schon lange angekündigte Soloalbum soll dennoch im Frühjahr fertig werden.

www.newmodelarmy.org

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.