Dead Boys – Young, Loud & Snotty

Neben Pere Ubu die zweite Splittergruppe der Clevelander Proto-Punk-Kommune Rocket From The Tombs – die ihren Friedhofswurzeln treu blieb: „I wanna be dead boy!“, raspelte der in jeder Hinsicht hemmungslose Sänger Stiv Bators ins rostige Mikrofon, knallte mit „Sonic Reducer“ einen Punk-Evergreen ins Geschichtsbuch und starb auf tragische Weise an den unbemerkt gebliebenen Folgen eines Unfalls. Der Albumtitel hielt, was er versprach: eine Lawine von blechern-genialem Rock’n’Geröll und mitreißendem Krach, die klingt, als hätte der Mischer das Tonband durch genietete Lederriemen ersetzt. Das zweite Album „We Have Come For Your Children“ war dann allerdings ein Schlag ins Wasser und der Todesstoß für die hier noch so ekstatisch lärmende Band.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.