Bananafishbones: München, Tollwood

Konstantin Wecker hat länger rumgeorgelt als geplant und so die Setlist der Tölzer unbeabsichtigt zusammengestrichen, denn die müssen im Gegensatz zum Meister pünktlich aufhören – das minutiös geplante Feuerwerk erlaubt keine Zugaben. Also geht’s ansatzlos in die VoUen mil einem soliden Best-of-Programm, das auch nach wiederholtem Goutieren nichts von seiner Farbigkeil verloren hat. „Easy Day“ bleibt live zwar der nicht zu schlagende Bringer, toppt neues Material wie „Robot 41“ oder „Queen Of Trouts“ vom Anfang Mai erschienenen „A Town Called Seven“-Album jedoch nur unwesentlich. 5ebastian Hörn paart sonores Timbre mit präzisem Bassspiel. Bruder Peter entlockt der Akustischen kontrollierte Soundgewittter. Florian Rein gibt hinter den Drums nie die Zügel aus der Hand. In dieser Form bleiben die Fischknochen in der Trio-Liga garantiert noch länger Tabellenführer.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.