Ramona Achten über Crimson Glory „Crimson Glory

Die Helden meiner Jugend trugen äußerst organbetonende Lederhöschen, hatten Haare bis zum Arsch und den Dödel im Schraubstock Igesangsbedingt). Poser-Metal galore. Ich liebte sie alle: Stryper. Ratt, Ookken und vor allem Crimson Glory, die sich zudem hinter silbernen Masken verbargen und deren Sänger Midnight in Interviews immer was von Schutzengeln schwafelte. Selbst 15 Jahre nach Veröffentlichung ihres gleichnamige Debütalbums klingen Crimson Glory, verglichen mit heutigen Metalbands, keineswegs angestaubt. Progressiver Metal trifft auf melodische Gitarrenläufe trifft auf Midnights‘ unglaublichen Kreischgesang. Und der kämpft sich durch wallende Fantasywelten, den Absturz der „Mayday“ und Schizophrenie („Lost reflection“, whoaa, Gänsehaut, immer noch). Wer sich also fragt, warum meine seit vielen Jahren gepflegte Extrem-Kurzhaar-Frisur inzwischen auf eine veritable Pferdeschwanz-Länge angewachsen ist, das ist der Grund: G’scheites Headbangen.

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