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Der "Jesus von Kanada" Chad Kroeger, übernahm die Führung der Neo-Grunge-Armee.

Der alte Trick mit der Jesus-Pose: Albrecht Dürer war 1500 ein europaweit bewunderter Künstler, als er im Alter von 28 Jahren seinen Ruhm durch ein kontroverses Selbstbildnis mit hohem Wiedererkennungswert noch steigerte. Auch der Kanadier Chad Kroeger war 28, als er sich die braun-blonden Löckchen an den Schädel fönte, wann immer eine Kamera in der Nähe war. Auch ihm war man wohlgesonnen, wo immer er sich 2002 um die Renaissance des Grunge bemühte: Nickelback betourten in diesem Jahr Japan, Australien, die USA und gleich mehrmals Europa. Zudem engagierte sich Kroeger als Pate der kanadischen Rocker Default, gründete das Label 604 Records und war spätestens im Juni nicht mehr wegzudiskutieren, als er mit dem Josey-Scott-Duett „Hero“ den großen Hit zum Spider-Man-Soundtrack beisteuerte. Seine Santana-Kollaboration „Why Don’t You & I“ wird im nächsten Jahr die Popularität eines Mannes noch steigern, der sich mit dem Allerwelts-Gesicht des 3 Doors Down-Sängers Brad Arnold nicht halb so selbstverständlich an die Spitze einer beeindruckenden New Rock-Armee gesetzt hätte, die mit Acts wie Puddle Of Mudd, P.O.D. und Creed den charmanten Vines, Hives und Datsuns vormachte, wie man das Wort „Erfolg“ buchstabiert.

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