1 Far Corporation

Was passiert, wenn der Produzent von Boney M. und Milli Vanilli mit Mitgliedern von Toto und einer Horde Münchner Studiomuckern eine Rockplatte macht? Und das Ganze auch noch 1985? Ja. Haargenau. Division one ballt in erstaunlicher Konzentration so ziemlich alles in sich zusammen, was am Rock in den 80er Jahren degeneriert und falsch war. Quatschige Synthesizer machen auf „modern“, ein Saxophon trätet sich duhn, ein kleines dickes Bobby Kimball knödelt von der „Rock’n Roll Connection“. Und hinten fährt dann noch einer einen Gospel-Chor rein. Das haut um. Und man muss kein in der Wolle gefärbter Rock-Purist sein, man muß noch nicht einmal Rockfan sein, ja: es würde reichen, ein Außerirdischer zu sein, der gerade vom Himmel gefallen ist und zum ersten Mal mit Musik konfrontiert wird, um zu erkennen, daß das Synth-Schlock-Cover von Led Zeppelins „Stairway To Heaven“ ein Desaster bombastischen Zuschnitts ist. Konsequenterweise wurde die zehnminütige Quälerei zur Visitenkarte der“.Band“ lund auf dem“.Comeback“-Album solitude zehn Jahre später mit einem ..1994 Remix zweitverwurstet]. Wenn dos Rockmusik ist, dann sind wir doch froh, daß wir damals alle Rick Astley gehört haben. Oder so. (jols) Schlimmster Song: „Stairway To Heaven“

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.