Robin Williamson – Myrrh

Mit LIQUID ACROBAT AS REGARDS THE AIR war der zum Folkrock-Quartett angewachsenen IncredibteString Band noch mal ein schönes Album gelungen. Aber Mike Heron und Robin Williamson zog es in entgegengesetzte Richtungen. Derweil Heron für sein ambitiöses Solo-Album Hilfe von John Cale und The Who beanspruchte, spielte Williamson myrrh fast allein ein. Statt exotischer Instrumente verwendete er nun Celli, Oboen, Geigen, diverse elektrische und akustische Gitarren, Bironnes, Bouzouki und Mandolinen. Sein Gesang schlug virtuose Arabesken wie eh und je, die subtile Melodik war keineswegs diffizil – aber die eigenartigen Arrangements zusammen mit dem Cover [außen ein Haufen mittelalterlicher Piratentypen, innen ägyptische Hieroglyphen] siedelten die Lieder in einer zeitlosen Geisterwelt auf halbem Weg zwischen den Highlands und Korinth an. Das Album wurde bei seinem Erscheinen weitgehend ignoriert, dabei ist es eine Perle genialischen Eigenbrötlertums.

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